Brahms and his Contemporaries Vol. II

Johannes Brahms - Brahms and his Contemporaries Vol. II

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In seiner Zeit war Johannes Brahms der einflußreichste Komponist auf dem Feld der Kammermusik. Das zeigen gerade die ihm hier gegenübergestellten Werke seiner Zeitgenossen Strauss und Herzogenberg, die beide von seiner Musik inspiriert wurden.

Im Booklet dieser CD findet etwas sehr Lobenswertes und leider auch sehr Seltenes: Der Cellist Johannes Moser erklärt in einem ausführlichen Interview seine Interpretationen und die Hintergründe der Musikzusammenstellung.

So interessant die Cellosonaten der Brahmsschen Zeitgenossen Richard Strauss und Heinrich von Herzogenberg - vor allem im Vergleich - auch sein mögen, die herausragende Musik auf der CD kommt eindeutig von Johannes Brahms. Deshalb stammt unser Hörbeispiel aus seiner "Sonate für Violoncello Nr. 1 in e-moll op. 38" von 1865, die Brahms im Alter von 32 Jahren komponiert hat. Zu hören gibt es den ditten und letzten Satz.

Ein Merkmal, das sich wie ein roter Faden durch Brahms` gesamtes Œuvre zieht - und das insbesondere in der Kammermusik hervortritt - gilt auch für diese Sonate: Sie ist, bei aller melodischen Schönheit, "komplex gedacht und entsprechend komponiert" (O-Ton Johannes Moser). Das geistig-logisch-strukturelle Element dominiert also das Werk. Entsprechend haben Moser und sein Pianist Paul Rivinius mit ihrer Interpretation "einen von barocken Formen inspirierten Ansatz versucht", und auf die geradlinige, eher vibrato- und (beim Klavier) pedalarme Art und Weise zurückgegriffen, mit der etwa Bach gespielt wird, dessen Werk wiederum für Brahms Vorbildcharakter hatte.

1 CD, ca. 79 Minuten

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