We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves

We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves

John Maus

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

John Maus ist eine der skurrilsten Figuren im Weird-Pop-Geschehen. Der angehende Philosophie-Doktor hat früh seine Liebe für experimentelle Musik entdeckt und lotet nun sein eigenes Universum aus. 

Und dass könnte kaum widersprüchlicher sein. Mit tief schwingender, und mächtig verhallter Stimme singt er düster verschlungene, psychopathische Geschichten. Im Hintergrund dröhnen pathetisch und auf billig klingende Synthie- und Keyboard-Harmonien und Preset-Beats.

Die Arrangements sind großer Pop, nicht weit von New Wave-Helden wie New Order oder Suicide. Die musikalisch eingesetzten Mittel wirken jedoch völlig plastisch und überzeichnet. Der Anfang-Dreißiger aus Austin, Minnesota zog zum Philosophie-Studium ins schweizerische Saas Fee und brachte nebenher drei Alben heraus.

Sein aktuelles erschien Ende Juni 2011. Und John Maus formt seinen persifliert klingenden Sound beharrlich und mit großer Ernsthaftigkeit weiter. Auch live ist er ein Erlebnis. Mit Halb-Playback und viel Hall auf dem Mikrofon bietet er eine fast theatralische Perfomance.

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