Schubert: Symphonien Nr. 5 & 6

Schubert: Symphonien Nr. 5 & 6

Jonathan Nott

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut
Komponist: 
Franz Schubert
Interpret: 
Jonathan Nott
Ensemble: 
Bamberger Symphoniker

Franz Schuberts Symphonie Nr. 5 B-Dur gilt als Schlüsselwerk in der Entwicklung von Schuberts eingenständigem Stil als Symphoniker. Wir stellen die mustergültige Einspielung der Bamberger Symphoniker unter Jonathan Nott vor.

 

 

Franz Schubert (1797-1828) komponierte seine Symphonie Nr. 5 B-Dur im Herbst 1816, im Alter von 19 Jahren. Der Entstehungsprozess dieses typischen Jugendwerkes fiel genau in die Zeit, als Schubert auf der Suche nach seiner individuellen musikalischen Sprache war. Noch erinnert seine Musik manchmal an Mozart, aber es finden sich bereits Elemente des für Schubert charakteristischen lyrischen Stils, vor allem in unserem Hörbeispiel, dem einleitenden Allegro. Da werden in forwärtsstürmendem Gestus und sanglicher Grundstimmung fast volkstümliche Themen abgehandelt, man erahnt bereits das für Schubert typische "fröhliche Balancieren über dem Abgrund".

Die Bamberger Symphoniker haben unter Jonathan Nott eine vielbachtete Gesamteinspielung der Schubert-Symphonien vorgelegt, aus der auch der vorliegende Mitschnitt stammt. Auf sehr schöne Weise trifft die Formation hier eine Art „Quadratur des Kreises“: Auf der einen Seite bekommen wir den vollmundigen Klang eines „klassischen“, also nicht auf alten Instrumenten musizierenden Orchesters. Dennoch schaffen es die Bamberger, die Luftigkeit und Transparenz, die dem Ideal der „Alten Musik“ entspricht, in die Tat umzusetzen. Was natürlich wunderbar zum Klangbild eines solchen „Sturm und Drang“-Jugendwerkes paßt.

1 CD, ca. 65 Minuten

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