Soliloguy

Soliloguy

Judith Juillerat

Redaktionswertung: 
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Die Französin Judith Juillerat war seit jeher ein Fan von Krautrock, Einstürzenden Neubauten und Tarwater. Da lag es nah, das Debütalbum bei einem deutschen Label, nämlich Shitkatapult zu veröffentlichen.

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Und wer bei Shitkatapult sofort an T.Raumschmiere denkt, sollte bedenken, dass das Label keineswegs nur für rohe Techno-Rock-Hybriden steht, sondern stets auch abstraktere, experimentellere Seiten aufzeigte. Und genau in diesen Techno-fernen Bereich fällt Judith Juillerat. Anfang 2005 gewann sie einen Remix-Contest zu dem Björk-Hit „Army Of Love“, und machte damit erstmals öffentlich auf sich aufmerksam. Ihre eigenen Stücke sind langsame, sphärisch breit gefächerte Songs, die ausschließlich mit analogen Samplern und Mehrspur-Rekordern produziert worden. Sie hält an der Tradition einer Singer/Songwriterin fest, allerdings in komplett anderem musikalischen Gewand. Immer wieder gelangt ein Piano in den Mittelpunkt, das neben den teilweise recht darken Sounds eine überaus frische Musikalität hervorbringt. Auch Judith Juillerats Gesang spielt mit diesem Kontrast aus unterkühlter Electronica und Folk-Song-Harmonien. „Soliloguy“ heißt das erste Album und dürfte sich mühelos auf die gleiche Stufe wie Sophie Rimheden, Barbara Morgenstern oder Gustav stellen. (jw)

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