Jungle - For Ever (Artwork)

Jungle - For Ever

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Nach über vier Jahren Wartezeit sind Jungle zurück und liefern den wortwörtlichen Nachfolger zu ihrem umjubelten Debütalbum. 

Video: Jungle - Heavy, California

"Busy Earnin'", "The Heat", "Lucky I Got What I Want" - wer nach seinem Debütalbum eine ganze Reihe von (Welt-)Hits zu bieten hat, der baut sich selbst unweigerlich Druck auf. So überrascht es nicht, dass wir über vier Jahre auf das zweite Studioalbum des Londoner Siebengespanns warten mussten.

Nach der Veröffentlichung ihres Debüts stieg das Neo-Soul-Kollektiv zwar nie in die Riege der ganz großen Namen auf, hört man sich bei Künstlern wie Jamie xxMaribou State oder George FitzGerald genauer um, wird jedoch deutlich, welchen Einfluss die Hit-Songs auf die Musik der kommenden Jahre hatten. 

Dass glitzernder Neo-Soul und Funk Hand in Hand mit Texten über Enttäuschung und Verzweiflung gehen können, mag im ersten Moment verwunderlich erscheinen, bleibt aber auch die einzige Überraschung auf "For Ever". Angefangen beim Cover-Design, über den Stimmeinsatz und die wiedererkennbaren Melodien bleibt kein Zweifel daran, dass hier ein klassisches Nachfolge-Album geschustert wurde. 

Zwar hat die Band, im Gegensatz zum Vorgänger, gelernt, dass ihre Stärken durchaus auch auf ruhigeren und verkopfteren Tracks funktionieren können und infolgedessen mit "Beat 54 (All Good Now)" und "Casio" zwei absolute Highlights geliefert, das Gesamtprodukt fühlt sich jedoch zu sehr nach "Jungle 2" an.

Dieser Umstand wäre grundsätzlich noch kein Anlass zur Kritik, würden Jungle nicht so sehr unter ihrem eigenen Einfluss leiden. Könnte man "For Ever" isoliert betrachten, würde man ihm nahezu die selben Qualitäten zusprechen, wie es seinerzeit beim umjubelten Debütalbum der Fall war. Damals lebte dieser Sound jedoch davon, neu und aufregend zu sein. Dadurch, dass Jungle selbst zu einer stilgebenden Instanz wurden, bleiben die starken Gefühle mittlerweile aus.

Video: Jungle - Happy Man

Tourdaten:

15.11.2018 - München - Muffathalle

17.11.2018 - Köln - Die Kantine

19.11.2018 - Frankfurt - Gibson

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