Maschinen

Karamel - Maschinen

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Junge, Junge, das ist wahrlich keine leichte Kost. Wer schon immer mal Kante in noch verkopfter, Gisbert zu Knyphausen in noch intimer und Element Of Crime in noch düsterer hören will, sollte mal etwas Karamel kosten.

Schnöder Deutschpop schmeckt anders, auch wenn der Name zunächst Zuckersüßes vermuten lässt. Karamel ist aber ein echter Trauerkloß, der sich in erster Linie aus einer Person speist. Johann Scheerer ist Mastermind dieser Schwermut namens Karamel und betreibt übrigens ganz nebenbei mit Thies Mynther (Superpunk, Phantom/Ghost, Stella) das Studio Clouds Hill Recordings in Hamburg.

Was musikalisch vor dreieinhalb Jahren mit dem Debüt "Komm Besser Ins Haus" und dem Nachfolger "Schafft Eisland" begann, wird nun in einem dritten Akt weitergeführt: Vertonte Düsternis abseits des Mainstreams, abseits jedweder Tanzbarkeit und abseits jeglicher Leichtigkeit. Der Albumtitel macht seinem Namen alle Ehre, denn wie "Maschinen" erklingen die Töne und Zeilen über die Gebrochenheit im Herzen und den Existenzkampf im Kopf. Das verdaut nicht jeder, weil es harter Tobak ist, an dem man gut zu knabbern hat. Denn Karamel legt sich von Natur aus mit Schwermut in den Magen und hinterläßt Bittersüßes in den Herzen.

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