Schafft Eisland

Schafft Eisland

Karamel

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Im kleineren Kreis dürfte Karamel aus Hamburg nicht ganz unbekannt sein. Mastermind Johann Scheerer teilt sich sein Studio mit Thies Mynther (Stella, Phantom/Ghost). Und so ist auch Karamel mit neuem Album in das Hamburg-Netzwerk eingebunden.

Natürlich ist es wenig ehrenhaft, die Verbindung eines eher unbekannten Musikers zu einem bekannteren Musiker als Aufhänger zu nehmen. Doch bei dem bloßen Teilen des Studios ist es nicht geblieben. Thies Mynther spielt das Piano auf dem zweiten Karamel-Album „Schafft Eisland“. Der Fokus richtet sich allerdings eindeutig auf die zarten, teilweise verschrobenen Exkurse in Gitarrenkrach von Johann Scheerer.

Es ist die ungeschminkte Melancholie, die hängen bleibt und die sich konsequent durch die zwölf Songs durchzieht. Es ist kein aufgesetztes Wohlstandgejammer mit dem Karamel berühren möchte. Vielmehr scheinen die Geschichten aus dem Inneren von Johann Scheerer ungefiltert aufgenommen worden zu sein. Zu direkt und sympathisch jugendlich kommen die Texte und auch der Gesang daher – ohne ernste Liedermachergestik. Karamel ist still, wird jedoch immer wieder von extrovertierten Gefühlsausbrüchen aufgewühlt. Zwei Songs des Albums gibt es vorab – wenn auch in ungemasterter Version – als Free-MP3 zu hören. (jw)

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