Made Of Bricks

Made Of Bricks

Kate Nash

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Im Schlagschatten Lily Allens, im Fahrtwind von Lady Sovereign und mit dem Spirit von Cat Power verdreht eine 20-jährige dem Mutterland des Pop gerade den Kopf. Und bald dürfte man auch hierzulande dem Charme von Kate Nash erlegen sein.

Ihr Geheimnis liegt wahrscheinlich u.a. auch darin begründet, dass wohl niemand anderes der Textzeile "full of shit" so viel Sex-Appeal verleihen kann wie sie. Aber das ist nur ein Detail, das Kate Nashs Debüt zu einem wirklich tollem Album macht. Denn das große Ganze wird in erster Linie von ihrem angenehm ausgereiften Songwriting und dem, irgendwie typisch urban-englisch, irgendwie eben doch unglaublich unbedarften, Storytelling in ihren Songs zusammen gehalten. Wie es sich eben anfühlt, mit ansehen zu müssen, wie der Liebste eine andere küsst.

Überhaupt scheint Kate Nash, die angeblich wirklich von Lily Allen persönlich im Internet promotet wurde, auf die gleichen Partys zu gehen wie Mike Skinner früher und Jamie T heute. Doch sie verleiht ihrem Debüt neben der Aura eines selbstbewussten Mädchens von nebenan auch etwas Folkiges, etwas tiefgründig Musikalisches, obwohl ihre Stücke - und genau diese Mixtur macht es so spannend - in jeder Zeile vor Do-It-Yourself-Mentalität sprühen.

In dieser Variante nicht auf dem Album vertreten, aber hier kostenlos zum Download angeboten, ist die nur aufs Piano reduzierte hinreißende Version ihres Stückes "We Get On", die sie bei einem ihrer ersten Radioauftritte überhaupt für BBC 3 im Februar dieses Jahres einspielte. Aber das ist nur die eine, verletzliche Seite von Ms. Nash. Die andere gibt es mit dem in der Linksrubrik geposteten Download zu hören: so klingt es, wenn sie nachts in den Clubs unterwegs ist.

Jan Schimmang / tonspion.de

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