Kayef Modus

Kayef - Modus

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Postpubertärer Beziehungskatalog für alle Lebenslagen - Kayefs "Modus" versucht, für jeden was im Angebot zu haben.

Auch wenn Kayef laut seinen Texten mittlerweile Mädels von der Uni verführt, stellt sich die Frage nach der Zielgruppe nicht weiter. Mit seinem leicht zugänglichen Poprap und jeder Menge Unterstützung der ersten YouTube-Influencer-Generation um Liont und Dagi Bee konnte Kai Fichtner vor allem junge Fans, respektive junge Mädchen hinter sich versammeln. Daran hat sich auch dreieinhalb Jahre nach seinem Debüt "Relikte letzter Nacht" nichts geändert.

Video: Kayef - "Irgendwann jetzt"

Ist ja auch klar: Kayefs Themenspektrum beschränkt sich ausschließlich auf Beziehungsdramen und Selbstfindungstrips, stets so seicht gehalten, dass sich ab der siebten Klasse so gut wie jeder damit identifizieren könnte. Viel Raum für Persönlichkeit bleibt da nicht. Ob kurz nach der Trennung, mitten im Partyflirt oder während einer eingespielten Partnerschaft, die Songmotive von "Modus" wirken wie am Reißbrett erstellt und lassen kaum Rückschlüsse auf den Interpreten zu. Profilloser könnte Kayef eigentlich nur werden, wenn er seinen Instagram-Account löschen würde.

Ähnlich wenig Tiefgang lassen auch seine Instrumentals zu. Die Produzentenriege um "Modus" hat hörbar die Radiotrends der letzten Jahre verfolgt und verwurstet, was das Zeug hält. Von EDM-Drops als Chorus, Pietro Lombardi'esken-Sommerbeats oder der bewährten Popformel; alles, was es die letzten Jahre in den Mainstream geschafft hat, erlebt auf Kayefs drittem Streich sein Revival. Der Mix aus Elektro-Pop und partytauglichen HipHop-Beats geht zwar gut ins Ohr, wirkt aber lange nicht so rund wie bei den "Großen". 

So ist "Modus" am Ende nicht mehr als ein Stück Plastikpop, das mehr Fanservice statt einer ambitionierten Weiterentwicklung des Künstlers darstellt.

Video: Kayef - "Ein Jahr zu spät"

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