Flesh Tone

Kelis - Flesh Tone

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Nach vier erfolgreichen, von The Neptunes produzierten Alben zwischen Hip-Hop und R&B, hat sich Kelis Rogers für ihr viertes Album neue Mitstreiter gesucht. Gemeinsam mit David Guetta, Will.I.Am oder Boys Noize emanzipiert sich Kelis von ihrer Vergangenheit.

Von Hip-Hop hat die frisch gebackene Mutter seit ihrer Scheidung von Nas die Nase voll. Deshalb tritt Kelis mit „Flesh Tone“ die Flucht nach vorne an. Von Trübsal findet man auf ihrem neuen Album keine Spur, Kelis strotzt vor neu gewonnener Energie: „I was super cool/ but now I´m super strong“ singt Kelis in „Brave“ und man glaubt ihr. Mit Verve drängelt sie sich auf dem Dancefloor an allen Konkurrentinnen vorbei und übernimmt selbstverständlich das Mikro am DJ-Pult.

Was Kelis Flirt mit dem Dancefloor vor allem auszeichnet, ist ihre Widerstandsfähigkeit gegen die komplette Vereinnahmung durch die beteiligten Produzenten. Wo die Black Eyed Peas sich für David Guetta vom letzten bisschen Inhalt verabschiedet haben, steht Kelis kerzengerade am Mikrophon und fordert: „Emancipate yourself“. „Flesh Tone“ ist nicht durchgehend stilsicher produziert, aber Kelis lässt sich ihre Würde von nichts und niemandem nehmen. Das macht dieses Album aus.

Ähnliche Künstler

Empfohlene Themen