Blood Pressures

Blood Pressures

The Kills

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Der Sound von The Kills ist schwer einzuordnen. So einfach lässt sich das britisch-amerikanische Duo nicht eine Schublade stecken. Auch das neue Album „Blood Pressures“ bietet dem Hörer viele musikalische Facetten und jede Menge Abwechslung und bleibt doch unverwechselbar The Kills.

Der minimalistischen Basis des typischen The Kills-Sounds sind Sängerin, Gitarristin und Bassistin Alison Mosshart alias VV und Sänger und Gitarrist Jamie Hince alias Hotel treu geblieben. Karge Drums, die sich aufs Wesentliche beschränken, dreckige Gitarrenriffs und ein treibender Bass, das Konzept von The Kills geht auch auf „Blood Pressure“ voll auf. Die eher geheimnisvolle, zurückgenommene Stimme von Jamie Hince und das kraftvolle und führende Organ von Alison Mosshart ergänzen sich zudem sehr gut. Natürlich schadet Hinces Liaison mit Kate Moss dem Rock'n'Roll-Glamourfaktor des Duos keineswegs.

The Kills schnuppern auch auf ihrem neuen Album in mehrere Genres. Von Folk und Blues bis hin zu mit Absicht mies abgemischten Alternative-Riffs ist alles dabei, was der Freund handgemachter, dreckiger Gitarrenmusik liebt. Und wenn Alison Mosshart zum Piano mit dunklem Timbre „The Last Goodbye“ ins Mikro singt, schmilzt auch der letzte Nick Cave-Fan dahin. Ein großartiges Album.

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