Kuku Effekt Cover King Khalil

King Khalil - Kuku Effekt

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Nichts Neues auf Kreuzbergs Straßen. King Khalil wiederholt auf seinem Debütalbum mantraartig das, was schon Jahre vor ihm längst gesagt wurde.

Plötzlich war er da. Nach einigen Jahren mit eher mittelprächtigen Klickzahlen erschien King Khalil unverhofft auf Deutschraps Bildfläche. Doch weder die Features mit so renommierten Künstlern wie Celo & Abdi, Schwesta Ewa oder Massiv noch der umfangreiche Backingkatalog an eigener Musik brachten den lang ersehnten Durchbruch, erst die Zusammenarbeit mit Shootingstar Capital Bra zog die Aufmerksamkeit der Szene auf den jungen Kreuzberger. Zusammen bilden die beiden inzwischen das „Team Kuku“. Der Titel seines Debüts nun folgerichtig: „Kuku Effekt“.

Manchmal kann man bereits durch das Lesen der Tracklist einen umfangreichen Eindruck von einem Album gewinnen. „Straße im Blut“, „Dealer aus Prinzip“ oder auch einfach nur „Kriminell“, King Khalil bleibt seiner thematischen Linie treu und berichtet auch auf seinem Debüt umfangreich über das Leben auf Berlins Straßen. Das besteht zum Großteil aus Ticken, Kiffen, Ficken. Auffällig schwanzfixiert rappt Khalil mit Baukasten-Reimschemata fünfzehn Mal den selben Text ein, der auch von den zahlreichen Features nur bedingt aufgelockert werden kann. Lediglich „Warum“ mit Prinz Pi streut eine Prise Consciousness ein, die inmitten des Stolzes auf Designerklamotten und teure Fluchtwagen aber banal im Raum stehen bleibt.

Im Fluchtwagen rumrasen, weil uns die Bull'n jagen (ah)
In Unterwelt umparken, Frust laden
Plus stapeln, nebenbei grüne Luft atmen (ah)

- King Khalil auf „Immer noch“

Probier' mal mein Pulver, mit Routine kommt Umsatz
Dealer der Flous macht, schon wieder 'ne Fluchtfahrt

- King Khalil auf „Strasse im Blut“

Während du ein' Harten schiebst
Fahr' ich Jeeps, Kasse fließt
Das Zeug wird vertickt, so wie Aspirin

- King Khalil auf „Hautfarbe Kriminell Braun“

Dargeboten wird das Ganze auf soliden Beats mit mal mehr, mal weniger interessanten Samples aus dem Hause Cratez. „Kuku Effekt“ klingt anfangs recht kurzweilig, entpuppt sich jedoch bei einem kompletten Hördurchgang bald als müßig. Zu plastisch formen sich die Drohnenvideos vor dem inneren Auge, wenn zum x-ten Mal Khalils hektischer Rap auf generische Trap-Bretter trifft. Am Ende stehen 15 Tracks, die weder mit der Straßenrap-Konkurrenz auf Berlin, noch aus Hamburg oder Frankfurt mithalten können. Was bleibt, ist ein Rapper unter vielen, ohne sonderlich bemerkenswerte Eigenschaften. Eigentlich nicht die schlechtesten Voraussetzungen für eine kriminelle Karriere.

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