Kool Savas - KKS (Artwork)

Kool Savas - KKS

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Kool Savas untermauert seinen "King Of Rap"-Titel in einer Zeit, in der sich eigentlich niemand mehr dafür interessiert. Ein solides Album, welches auf große Überraschungen verzichtet und gerade deshalb für viele Rap-Fans bestens funktionieren wird. 

Kollaboalben mit Xavier Naidoo, Verschwörungstheorien und seit neuestem auch mal Prepper-Anleitungen samt Bankencrash-Vorhersage. Manchmal fällt es eben gar nicht so leicht, seinen (selbsternannten) König zu akzeptieren.

Dabei macht Kool Savas auf „KKS“ recht schnell deutlich, dass er den Titel "King of Rap" - insofern man ihn in der heutigen Zeit denn tatsächlich noch aussprechen möchte - durchaus für sich beanspruchen kann. Die 12 Tracks fühlen sich zwar weder innovativ, noch besonders mutig an, liefern dafür aber schlichtweg das klassische Savas-Gefühl. 

Denn man kann über seine Twitter-Ausflüge lachen wie man möchte, in Sachen Rap-Skills und Flow macht Savaş Yurderi niemand etwas vor. Nun mag es etwas seltsam wirken, im Jahr 2019 wieder mit klassischen Rap-Floskeln um sich zu werfen, doch irgendwie gerät man beim Hören von „KKS“ selbst in den Hip-Hop-Verfechter-Modus und freut sich darüber, einfach mal wieder technischen, aggressiven Rap geliefert zu bekommen. 

„KKS“ mag zwar nicht das große Machwerk sein, welches dieser Titel eigentlich verdient hätte, fühlt sich aber dennoch wie eine kleine Zeitreise an. Beats, Flows und Inhalte sind eine gelungene Mischung aus den Stilen vergangener Tage - lediglich die ein oder andere Pop-Hook weniger hätte das Album wohl vertragen können. Und wem diese "Best Of"-Stimmung nicht ausreicht, der bekommt die neuen Remixe zu "King Of Rap", "Immer wenn ich rhyme", "Brainwash" und anderen Hits der Vergangenheit als Bonustracks geliefert - inklusive Gastauftritt von Eko Fresh.

Video: Kool Savas - Deine Mutter (feat. Nessi)

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