Rainaway Town

Rainaway Town

Kristofer Aström

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Der sympathische Schwede hat ein neues Album aufgenommen, das ein weiteres Mal durch weitläufige Ruhe, musikalische Schönheit und bluesige Hoffnung besticht. Auf Kristofer Aström ist eben einfach Verlass.

Früher war Kristofer Aström ein laut krakeelendes Emo-Kid. Mit Fireside ging es fast immer laut und gefühlvoll rockend zur Sache. Mit dem zweiten Album „Do Not Tailgate“ fand Aström gemeinsam mit seinen drei Mitstreitern in bewährten Post-Hardcore-Manier á la Quicksand schnell auch international Gehör und eine beachtliche Gefolgschaft. So wie das Quartett immer darum bemüht war, dem künstlerischen Stillstand entgegenzuwirken und sich stets weiterzuentwickeln, so schlägt Kristofer Aström seit mittlerweile neun Jahren auch seine stets variierenden, gefühlvoll ruhigen Töne an. Auf Quasi-Solopfaden pendelte er sich und seine Band The Hidden Truck zwischen melodiösem Pop, staubigem Country und trabendem Blues ein. Auf seinem sechsten Album hat er nun neue Musiker um sich geschart, die ihm den Rücken stärken. Im Unterschied zu The Hidden Truck, die eher Aströms alten Punkhintergrund teilten, kommen die neuen helfenden Hände mehr aus dem Country- und Bluesbereich. Somit klingt „Rainaway Train“ einheitlich und kraftvoll, bluesig und zurückgelehnt. Ein wenig Tiger Lou, ein bisschen Sufjan Stevens und immer wieder etwas Neil Young ergeben ein herbstliches Sommeralbum aus Schweden, das Ruhe und Hoffnung zugleich versprüht. (bb)

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