Wakin On A Pretty Daze

Wakin On A Pretty Daze

Kurt Vile

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Auf "Wakin On A Pretty Daze" lässt sich Kurt Vile sanft treiben. Um so viel verträumte Schönheit richtig wirken zu lassen, bedarf es einem versierten Singer/Songwriter wie Kurt Vile keiner größeren Anstrengung. Das merkt man "Wakin On A Pretty Daze" zu jeder Sekunde an.

Der damalige Ausstieg bei den Indierockern von The War On Drugs ist eine der besten Entscheidungen von Kurt Vile gewesen. Ohne enges Bandkorsett, kann der aus Philadelphia stammende US-Singer/Songwriter seinen wunderbaren Ideen den nötigen Platz geben. Lieder über sieben Minuten Länge sind auf "Wakin On A Pretty Daze" keine Seltenheit. Anderen mag bei der Vorstellung eines knapp 70-minütigen Albums der Schweiß auf die Stirn treten. Vile, der mit seinem Vorgänger "Smoke Ring For My Halo" viel Beachtung erfuhr, bleibt dabei ganz gelassen.

Sacht und behutsam gibt sich Vile auf seinem fünften Werk. Mit seiner ausufernden Leidenschaft bewegt sich "Wakin On A Pretty Daze" zwischen Folk und Americana, Country und Classic-Rock, Moderne und Tradition. Leicht verschroben und psychedelisch entwickelt Vile unaufgeregt seinen Spannungsbogen in diesen kurzweiligen 70 Minuten. Jedes Arrangement ist gut abgeschätzt, keine Schleife ist zuviel. "Wakin On A Pretty Daze“ strahlt durch und durch eine rührende Herzlichkeit aus, rockt leichtfüßig und groovt dezent verschlafen. Jetzt fehlen nur noch die warmen Tage für diese wunderschön sonnige Musik.

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