La Roux

La Roux

La Roux

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

So wild, wie Elly Jacksons rote Tolle von ihrem Kopf absteht, war auch der Wirbel, der in den letzten Monaten um ihr Debüt gemacht wurde. Das dabei etwas halbherzig inszenierte Duell mit Little Boots entscheidt sie mit ihrem Duo La Roux jedenfalls mit Links für sich. 

Electro-Pop with an edge, das ist La Roux Metier. Im Hintergrund mag Produzent Ben Langmaid die Fäden ziehen, im Fokus steht unweigerlich Elly Jackson. Ihre Stimme klingt stets ein bisschen over to the top und jagt einem zugleich wohlige wie kalte Schauer über den Rücken. Ihre nicht gerade gewöhnliche Stimme ist es, die den leichtfüßigen Synthie-Pop-Melodien von Langmaid Leben und Tiefe einhauchen, und sie davor retten als Eighties-Plagiat abgetan zu werden

Die ganze Qualität von Jacksons Stimme wird ausgerechnet in einem Song am deutlichsten, der nicht auf ihrem eingängig-mitreißenden Debütalbum enthalten ist. Dubstep-Produzent Skream hat für seinen Remix von "In For The Kill"  alles außer La Roux Stimme über Bord geworfen und lässt Elly Jackson alleine im Rampenlicht stehen. Bis ein fürchterlicher Breakbeat dazwischen kracht und aus einem Remix einen der Tracks des Jahres macht. Aber auch ohne diesen Hammer ist La Roux mit ihrem gleichnamigen Debüt ein bemerkenswertes Album gelungen.

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