La Roux – Supervision (Albumcover)

La Roux - Supervision

Redaktionswertung: 
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Neon-Nostalgie pur: Nach fünfjähriger Pause knipst La Roux erneut die Disco-Kugel an und wirft funkige Dancetracks auf den frisch polierten Tanzboden.

Elly Jackson alias La Roux veröffentlicht ihr drittes Album auf dem eigenen Label "Supercolour Records" und schrieb die Songs in ihrer Londoner Küche: Empowerment und Emanzipation treffen hier auf einen Pragmatismus, zu dem sie Schwierigkeiten mit dem Label, dem Erfolg und musikalischen Partnern auch zwangen.

Das neu gefundene Selbstverständnis und Selbstbewusstsein als Musikerin hört man auf "Supervision", was man sowohl als "Steuerung" oder "Kontrolle" übersetzen könnte. "Control" ist auch ein gutes Stichwort, den in einigen Tracks erinnert La Roux nun an Janet Jackson, die sich ebenfalls mit ihrem dritten Album endgültig von ihrem mächtigen Familien-Clan und fremdbestimmten musikalischen Ansprüchen emanzipierte.

Video: La Roux - International Woman Of Leisure

Furztrockene Beats, funkige Sprenkler und feinausgeklügelte Eighties-Anleihen in Sachen Synthiepop sowie R&B, so dass in zwingenden wie entspannten Tracks wie "Do You Feel" eben Erinnerungen an frühe Janet-Jackson-Songs wach werden lassen oder aber auch Easy-Listening-Kombis wie Kool And The Gang oder gar Bee Gees als Gegengewicht evozieren.

Zudem bitten aber auch immer noch alte Weggefährten von La Roux wie The Human League, Yazoo und Eurythmics zum Tanz in die New-Romantic-Disco und zuweilen kapert sie mit weiblichem Gesang den George-Michael-Style oder ein Nile-Rodgers-Feeling, so dass "Supervision" ihr bisher schillerndstes opulentestes Album geworden ist.

Video: La Roux - Gullible Fool 

Produziert wurde es von Dan Carey, der bereits Stars wie Sia oder Kylie Minogue glänzende Sounds verpasste und auch La Roux könnte mit diesen catchy und zugleich cleveren Tracks eine neue Pop-Queen werden, die sich dem Mainstream entzieht und dennoch ziemlich zugänglich bleibt.

Dass sie zeitlos elegante Ohrwürmer schreiben kann, bewies sie ja schon eindrücklich mit Songs wie "Bulletproof" oder "In For The Kill", die auch noch zehn Jahre später extrem frisch wirken. Und auch die Tracks auf "Supervision" werden extrem gut altern.

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