I miss you, I`m pregnant

I miss you, I`m pregnant

Laakso

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Schwedische Songwritingkunst trifft auf finnische Melancholie. Oder auch andersrum. Abgesehen von Völkerverständigung stehen Laakso aber insbesondere für eines: charmant-verschrobenen Herbst-Pop.

Klischeekeule first: Skandinavier sind eine Bank, wenn es darum geht, Melancholie ins knackige Vier-Minuten-Popsongformat einzuwickeln. Ein kurzer Blick auf die Liste der bedeutsamsten Sehnsuchtsvertoner dieser Tage belegt allerdings: so abwegig ist die These ob der Fülle der darauf vertretenen dänischen, schwedischen, norwegischen und finnischen Musiker dann doch wieder nicht. Wenngleich deren Aufzählung auch eindeutig den Rahmen dieses Textes sprengen würde, muss das noch lange nicht heißen, dass da nicht schon wieder Nachschub vor der Türe steht. Ganz kräftig an jene klopft die schwedisch-finnische Band Laakso, bei dem wir nun über Umwege angelangt wären. Das Quartett um Sänger Markus Krunegård gelangt mit ihrem von Jari Haapalainen (Fireside, Moneybrother) produzierten Debütalbum "I miss you, I`m pregnant" zwar nicht ganz zu der dunkelgrauen Indie-Weltschmerzpracht, an der man sich bei Kollegen von Last Days Of April oder Kent kaum satt hören kann, weiß dieses kompositorische Manko aber mit einer Schippe Unbekümmertheit und Eklektizismus wettzumachen. Die schüchterne Schönheit von Belle & Sebastian sieht man da ebenso um die Ecke lugen wie den kauzigen Charme der Götter von dEUS. Besonders offenkundig ist die Mimesis an letztere bei der zweiten Singleauskopplung "Aussie Girl", einem zuckerlsüßen Melodiekracher, der gleich beim ersten Hören die Gehörgänge nachhaltig zu verstopfen weiß. Auf der Band-Homepage sind zwei weitere Stücke zum freien Download bereitgestellt. (cp)

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