A Star Is Born - Soundtrack

Lady Gaga - A Star Is Born - Soundtrack

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Nachdem ihr Stern bereits am Sinken war, spielt Lady Gaga nun die Hauptrolle im Remake von "A Star Is Born" und zeigt ihr ganzes Können als Sängerin. Dabei wäre das gar nicht nötig gewesen.

Dass Stefani Germanotta singen und Klavier spielen kann, weiß inzwischen jeder, der sich nur ansatzweise mit ihr beschäftigt hat. Als einer der wenigen weiblichen Superstars konnte sie all ihre Songs selbst komponieren und notfalls auch ganz ohne Hilfe am Klavier vortragen.

An der Ambition, die ganze Welt von ihrem Können zu überzeugen mangelte es bei Lady Gaga nie, zu jeder Gelegenheit präsentierte sie ihr überragendes musikalisches Talent und spielt nun in der Nachfolge von Judy Garland (1954) und Barbra Streisand (1976) die Hauptrolle in der Neuauflage des Hollywood-Schmachtfetzens "A Star Is Born".

Co-Star und Regisseur Bradley Cooper spielt darin einen drogen- und alkoholabhängigen Rockstar (Vergleiche mit Pearl Jams Eddie Vedder sind vermutlich eher zufällig).

Dieser trifft nach einem Konzert in einer Schwulenbar, in der er eher zufällig auf Suche nach Alkohol landet, auf die singende Kellnerin Ally und verliebt sich auf der Stelle. Er erkennt ihr Talent und holt sie bei seiner nächsten Show zu sich auf die Bühne, wo die beiden (natürlich ohne auch nur einmal zu proben) einen neuen Song zum Besten geben.

Alle verlieben sich sofort in Ally, die dann ihre eigene Karriere mit eher billigem Mainstream-Pop und einem geldgierigen Manager startet (Vergleiche mit der eigenen Karriere sind wohl eher nicht zufällig) und sich mehr und mehr von ihrem Entdecker entfernt, weil dieser einfach nicht von seiner Sucht los kommt.

Es ist ein Glück, dass der vielfach Oscar-nominierte Bradley Cooper, der als Sänger durchaus eine gute Figur macht, keine Schauspielerin, sondern eine echte Musikerin für diese Rolle verpflichten konnte. Der Film ist wie gemacht für einen Neustart der Karriere von Lady Gaga als anspruchsvolle Sängerin und Hollywood-Schauspielerin und doch steht ihr einmal mehr ihre übergroße Ambition im Weg.

Die Songs sind viel zu dick aufgetragen, ständig spielt sie ihr gesamtes Stimmvolumen aus, was vor allem bei gefühlvollen Balladen einfach nur noch fake klingt. Und so bleibt auch beim Film ein schaler Nachgeschmack, dass hier eine vermeintlich authentische Geschichte zu sehr mit Blick auf die Oscars und die Kinokasse verfilmt wurde und die grundsätzlich gelungene Zusammenstellung von Künstlern und Charakteren am Ende einfach nicht mehr glaubhaft wirkt. Man vergisst zu keinem Moment, dass man "nur" im Kino sitzt.

Symbolisch für diese kleinen - und völlig überflüssigen - dramaturgischen Übertreibungen ist die Stelle, an der Bradley Cooper in einem winzigen Club zur unverstärkten akkustischen Gitarre über ein Mikrofon singt. Dass das so nicht funktioniert, hätte ihm vielleicht jemand am Set stecken sollen und genau diese fehlende Liebe zum Detail und den Zwischentönen, machen Film und Soundtrack am Ende zum bombastischen Kitsch. Dabei hätte Gagas abenteuerliche Karriere genügend Stoff für eine wahrhaftige Neuauflage - oder einen ganz eigenen Film geboten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. 

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