Ultraviolence

Lana Del Rey - Ultraviolence

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„Born To Die“ war nur der Anfang. Auf „Ultraviolence“ hat Lana del Rey ihre Rolle verfeinert und musikalisch an Kohärenz gewonnen. Reihenweise liefert sie verstörend schöne „Murder Ballads“ ab, in denen sie sich selbst und ihre öffentliche Wahrnehmung reflektiert.

Kann bitte mal jemand Lana del Rey in den Arm nehmen und ganz fest drücken? Erst jüngst betonte die Sängerin in einem Interview, dass sie täglich daran denke die Musik endgültig an den Nagel zu hängen und sich wünsche, tot zu sein. Es ist das psychische Auf und Ab jeden Manikers, das aus diesen Aussagen spricht und die Wurzel der Morbidität, die Lana del Reys Songs auf ihrem zweiten Album „Ultraviolence“ viel größer, ernsthafter, aber auch zugleich exponierter erscheinen lässt.

Lana del Rey - Ultraviolence (Pre-Listening)

Was Lana del Rey aufführt ist großes Kino im Geiste der goldenen Zeit Hollywoods. Sie hat Diven wie Elisabeth Taylor oder eben Lana Turner genau studiert und daraus ihre Rolle geformt: eine Frau, die immer raucht, ultra-cool ist und umwerfend aussieht, aber furchtbar einsam ist. Das erinnert an Betty Draper aus „Mad Men“, wenn die mit dem Selbstbewusstsein einer modernen Frau ausgestattet wäre. Im Mini-Drama „Money Power Glory“, „Fucked My Way Up To The Top“ und „Old Money“ bringt del Rey ihr Dilemma auf den Punkt. Erfolg ruft Neider auf den Plan, bei Frauen (leider) noch mehr als bei Männern. So erklärt sich nebenbei auch der Titel ihres zweiten Albums.

Album Review: Lana Del Rey - Born To Die

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