Das Artwork der "Park"-EP von Laurel

Laurel - Park EP

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Laurel ist eine der am höchsten gehandelten Newcomer für 2017. Jetzt erschien mit ihrer "Park"-EP ihr erstes offizielles Release. Und wir müssen sagen: The hype is real!

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Es gibt sie, nahezu perfekt geschriebene Popsongs. Ich meine die Sorte Songs, von der im Prinzip alle Künstler träumen. Auch wenn viele am Ende doch lieber auf einen seichten und verlässlich dahinstampfenden Elektro-Beat setzen, statt auf solides Songwriting. Aber das ist eine andere Geschichte.

Es gibt sie also, die Musik, der das makellose Popkleidchen perfekt zu passen scheint. Aber jetzt werfe man dieser, statt dem üblichen glitzernden Tutu, lieber einen dieser alten, ausgewaschenen, aber unheimlich charakterstarken Hipsterpullis über.

Im Kern bleibt die Musik die Gleiche, ja. Aber plötzlich ist sie irgendwie deutlich interessanter.

Genauso verhält es sich mit den vier Songs von Laurels "Park"-EP, die sie in Eigenregie in ihrem Schlafzimmer im Osten Londons geschrieben, aufgenommen und produziert hat.

Trotz ihrer vergleichsweise geringen Mittel und dem straighten Setup aus Gitarre, Bass, Drums und ein paar Backing Vocals, hat die EP ein unheimliches Popappeal. Gerade "Hurricane" strahlt ein fast unwirklich intimes Club-Feeling aus.

Diese Irritation, die zwischen eingängigen Refrains, einer kratzig ins Mikro gehauchten Stimme und leicht verrückten Instrumentals entsteht, erzeugt den besonderen Reiz. Die Ästhetik der kontrollierten Unperfektheit, die Laurel ganz bewusst provoziert, indem sie versucht, sich ein Stück weit von ihrer musikalischen Vergangenheit zu entfernen.

"Alles in meinem Leben hat sich ein wenig zu wohlig und gesetzt angefühlt, die Dinge liefen einfach zu gut."

Für Anfang 2017 ist ein Debütalbum der 22-jährigen Songwriterin geplant, die an ihrem Briefkasten hinter dem L. ihres Vornamens "Arnell-Cullen" stehen hat. Ob das mit der gleichen Lana Del Rey-Attitüde daherkommt, wie die vier Songs der EP? Wir hoffen doch!

"Park" erschien am 18.11.2016 bei Counter Records.

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