Liam Gallagher Album Artwork 2019
TONSPION TIPP

Liam Gallagher - Why Me? Why Not

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

"Why Me? Why Not" ist Liam Gallaghers zweites Album unter eigenem Namen: Die Songs darauf sind die selbstbewusstesten des an Selbstbewusstsein nicht gerade armen Oasis-Sängers seit der Trennung von seinem Bruder Noel.

Liam Gallagher - The River 

Mit den beiden Songs "Shockwave" und "The River" kündigte Liam Gallagher das neue Werk an und warf erneut den Hut in den Ring der anhaltenden Fehde mit seinem Bruder Noel. Und Noel kann einem bei dem Zwist inzwischen sogar ein bisschen leid tun: Während er eher lustlos als Vorband von U2 oder The Smashing Pumpkins alte Oasis-Hits mehr schlecht als recht zum Besten gibt, hat sein Bruder inzwischen einen Weg gefunden ohne ihn zu bestehen.

Die "Stimme von Oasis" ist einfach der bessere Sänger und inzwischen auch auf dem Weg der bessere Songwriter zu sein: Melodisch stark und atmospherisch dicht zwischen 90ies-Britpop und 60ies-Beatles. Zarte Akustik ist ebenfalls dabei, wenn Liam in "Once" stark den Klassiker "Jealous Guy" von John Lennon heraufbeschwört, ohne dabei aber die Melodie davon zu stehlen.

Liam Gallagher - Shockwave 

Die neuen Songs könnten nahtlos ins Werk von Oasis passen und machen Lust auf den "Mann mit der Gabel in einer Welt voll Suppe" (Noel über Liam). Und weil das Bild so schön ist, hat es Liam gleich in einem Video festgehalten. Bruder Noel wird dann musikalisch nur eine Woche nach dem Release von "Why Me? Why Not" antwortet, dann erscheint nämlich seine neue EP "This Is The Place".

Und so ist das Album musikalisch nicht überraschend, zeigt aber einen gereiften Liam, der auch lyrisch sehr poetisch wird. In "One Of Us", eines der stärksten Stücke, reflektiert er über Familie, Kindheit oder die Trennung von Oasis und der Song endet mit den großartigen Zeilen: 

"You said we'd live forever

End up at the beginning

You were only one of us

In time"

Video: Liam Gallagher - One Of Us

Liam Gallagher live 2020:

5. Februar 2020 – Hamburg, Sporthalle

10. Februar 2020 – Köln, Palladium

11. Februar 2020– Berlin, Tempodrom 1

2. Februar 2020 – München, Tonhalle

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