They Were Wrong So We Drowned

They Were Wrong So We Drowned

Liars

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Erwartungen erfüllen geht anders. Mit ihrem zweiten Album fegen die Liars gekonnt und rücksichtslos an allen offenen Armen vorbei. Und torpedieren nun auch noch alle üblichen Musikmarkt-vs-Downloadszene-Regeln, indem sie es einfach verschenken.

Das Debüt der Liars war ein begeisternd böses Tanzpunkalbum, das viel Lust auf mehr und vielen Hoffnung auf Stiltreue und Weiterentwicklung machte. "They Threw Us All In A Trench And Stuck A Monument On Top" riss aus schönen Retrorock-Träumen und machte klar, wie energiegeladen Musik wirklich sein kann und sollte. Von einem zweiten Liars-Album durfte man sich viel versprechen. Das kümmert die Liars, das kümmert "They Were Wrong So We Drowned" herzlich wenig. Die Band zieht sich in sich selbst zurück, schafft ein Konzeptalbum über Hexen, Harz und Walpurgisnacht, produziert schwer greifbares und noch schwerer verdauliches. Wo das Debüt zu Tanz und Körperverenkung einlud, lässt Album zwei das Hirn zucken. Ohne Kompromisse, aber mit viel gemeinem Humor. Und wo wir schon beim Liars-Humor sind: Das komplette "They Were Wrong..." steht auf der Liars-Seite zum Download bereit. Ganz wahrhaftig und doch nur symbolhaft. Als Scherz und als Versuchung. Niemand weiß, wie lange noch. Aber: "I know it takes the fun out of downloading records and stuff... If you still want to feel like an outlaw, try tying a bandanna over your mouth and give yourself a name that ends with `beard`." (Aaron Hemphill, Gitarre). (sc)

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