Smalhans

Smalhans

Lindstrøm

Redaktionswertung: 
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schwach
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gut
sehr gut

Hans-Peter Lindström veröffentlicht binnen neun Monaten sein zweites Album. „Smalhans“ ist ein halbstündiger Exkurs durch die norwegische Spezialitätenküche, untermalt von Lindströms diesmal gar nicht so sonnigem, analog brummenden Discovibe.

Vorsicht, Kalaueralarm! Schmalhans scheint 2012 nicht Küchenmeister im Hause Lindström zu sein. Ich weiß, das tut ein bisschen weh, aber „Smalhans“ ist nicht nur das zweite Album von Lindström, das dieses Jahr erscheint, es dreht sich darauf auch ums Essen. Als ersten Gang servierte der Norweger vor einigen Wochen Todd Terje's extended Edit von „Raakost“, übrigens norwegisch für Rohkost, jetzt kommt das passende Album hinter.

Man könnte sich an den Titel der sechs Tracks delektieren, und im Stil von Jürgen Dollase den „feinen Akkord der Aromen“ preisen, aber in erster Linie geht es bei „Smalhans“ eben um Akkorde und deren Zusammenspiel. Die Aromen dazu kann man sich im Club abholen, denn „Smalhans“ ist viel stärker als das zuletzt veröffentlichte „Six Cups Of Rebel“ ein Album für den Dancefloor. Lindström spart sich die ausufernden Elogen des Vor-Vorgängers „Where You Go I Go Too“, und konzentriert sich darauf, seinen analogen Synthiefuhrpark perfekt in Richtung Süd-Südwest auszurichten – dort müssten von Oslo aus gesehen die Balearen liegen. „Smalhans“ wirkt so geschlossen wie das Ergebnis einer konzentrierten Session, im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben ist aber nur ein Zwischenschritt in Lindströms Entwicklung zum perfekten Track.

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