Where You Go I Go Too

Where You Go I Go Too

Lindstrøm

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Montagmorgen und alles läuft schief. Kein Telefon, kein Internet, kein TV! Viel zu früh auf den Beinen. Klopfen, Hämmern, die Handwerker scheinen direkt in meinem Kopf einen neuen Boden zu legen. "Ich muss raus aus dieser Stadt!".

Da! Ein Angebot zur Flucht. Ein freundlich lächelnder Mann scheint sich die gute Laune nicht verderben zu lassen. Er sieht aus als wäre er an diesem Morgen schon auf hoher See gewesen, hätte die Netze eingeholt und dazu starken Kaffee getrunken. Er lädt mich ein alles hinter mir zu lassen und zu vergessen. Sein Name ist Lindstrøm, Hans-Peter Lindstrøm.

"Where You Go I Go Too“ rettet mir den Montagmorgen, "Mehr Licht" dank Lindstrøm. Fast 30 Minuten lang folgt man ihm blind durch den Albumopener "Where You Go I Go Too". So kitschig dieser Satz auch ist, so wahr und gut und schön klingt er in diesem Moment. Lindstrøm lässt sich Zeit, liebt das weitschweifige Erzählen, fügt hier und da und dort noch etwas an. Diese Musik braucht Weite, braucht Platz, will den Weltraum erobern. Space-Disco im besten aller Sinne, vor dem sogar Prins Thomas mit seinem Edit kapitulieren muss.

Florian Schneider / Tonspion.de

TONSPION Update

Hol dir den wöchentlichen Tonspion Newsletter in die Mailbox und gewinne tolle Preise!

Ähnliche Künstler