Whattheclockman

Whattheclockman

Local Boys

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

In Schweden wohnen nur 10 Millionen Menschen. Trotzdem hat wohl kaum einer Probleme damit, mindestens fünf international erfolgreiche schwedische Bands aufzuzählen. Hierzulande sieht es anders aus…

Vielleicht liegt es an den Rahmenbedingungen oder an der mangelnden Abwechslung in Schweden, dass dort so viele zu Gitarre, Bass und Schlagzeug greifen und sich auf den Weg gen Süden machen: The Soundtrack Of Our Lives, The Hives oder jüngst Mandio Diao stammen allesamt aus Schweden. Daneben vereint sie der Wille zum stilbewussten Retro-Sound. Retro sind auch die Local Boys. Und noch ein ganzes Stück davon entfernt, einen der drei Genannten zu beerben. Doch ihr Album „Whattheclockman“ sorgt auf jeden Fall für gute Laune. Power-Pop par excellence: Zweistimmige Mitsingrefrains, eine stets leicht übersteuerte Produktion, ein Sänger, der für uns den Gallagher macht (inklusive permanentem Tambourine-Einsatz) und eine vierköpfige Band, die zwar BritPop liebt, aber zu ungeduldig ist, um dabei nicht ständig aufs Tempo zu drücken. Wie gesagt, Originalität sucht man lieber woanders, darüber kann auch die Prominenz an den Reglern (Björn Olsson, Ex-Soundtrack Of Our Lives) nicht hinweg täuschen. Aber gut gemacht auf jeden Fall! (Okay, zwei Namen bin ich noch schuldig. Millencolin und Moneybrother. Die haben aber mit dem Sound der Local Boys nichts zu tun!). (fs)

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