North

North

Logh

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Der erste Eindruck war erschreckend. Erschreckend gleichförmig und eintönig nämlich fühlte sich das vierte Album der Schweden an. Dieser Schreck legte sich aber zum Glück.

Die stets melancholisch dreinschauenden und verlegen auf ihre Schuhe guckenden Schweden von Logh haben ein neues Album gemacht. Schon wieder, mag man heimlich denken, ist man doch mit ihrem letzten Release noch gar nicht richtig warm geworden. Und außerdem wird es doch auch bald Frühling, der für die Logh’sche Herbstlichkeit nicht wirklich das passende Ambiente bietet. All der ersten Eindrücke und Vorurteile zum Trotz belehren Logh eines Besseren. Auf dem Vorgänger "A Sunset Panorama" faszinierte diese von den Kachel reflektierende Eiseskälte, sorgte aber gleichsam auch für eine gewisse Distanziertheit zu diesem Album. Nun ist sie aber wieder da, diese Wärme, die einmummelt und der nordischen Kühle trotzt. Die Streicher und das Piano tun dieser wohligen Atmosphäre, ja der Band an sich sehr gut. Sie ziehen eine weitere Ebene in die Mollschichten und untermalen die Melancholie, die dadurch so leicht erscheint, ja fast zu strahlen beginnt. „North“ ist ein großartiges Logh-Album geworden, vielleicht sogar ihr bestes, auf dem der hier zu hörende Opener „Saturday Nightmares“ eher zu den schwächeren Momenten gehört. Man kann hier also von Glück sprechen – denn der erste erschreckende Eindruck war der falsche. Logh machen mit "North" glücklicher als je zuvor. (bb)

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