The Hunger Games: Mockingjay Part I

The Hunger Games: Mockingjay Part I

Lorde

Redaktionswertung: 
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Die 18-jährige Neuseeländerin Lorde ist everybody´s darling und gefragte Kuratorin: "Tribute von Panem"-Regisseur Francis Lawrence ist treuer Fan und ließ Lorde den Soundtrack zu "Mockingjay Part I" zusammenstellen.

Dass die neuseeländische Sängerin Lorde kein gewöhnliches Mädchen ist, dürfte inzwischen klar geworden sein: 2012 veröffentlichte sie als Sechzehnjährige ihre erste EP, ein Jahr später wurde sie mit dem Album "Pure Heroine" und Hits wie "Royals" zum Weltstar.

Ihr Ruf als außerordentlich begabte und im besten Sinne anti-mainstreamige Künstlerin verschaffte Lorde einen besonderen Auftrag: Für den Blockbuster-Movie "Die Tribute von Panem - Mockingjay Part I" sang sie nicht nur den Titelsong "Yellow Flicker Beat", sondern durfte den kompletten Soundtrack zusammenstellen. Eine enorme Aufgabe, die Lorde souverän gemeistert hat: Die Compilation spiegelt einerseits Lordes exquisiten Musikgeschmack wider, andererseits befinden sich die ausgewählten Tracks und KünstlerInnen absolut auf der Höhe der Zeit. Neben Newcomern wie Stromae, Charli XCX, Tinashe und Chvrches sind - als Duettpartner oder solo - ehrwürdige Pop- und HipHop-Stars wie Grace Jones, Simon le Bon von Duran Duran, Pusha T und Q-Tip zu hören. Die Clublegenden Chemical Brothers (feat. Miguel) liefern mit "This Is Not A Game" einen so schrägen wie beängstigenden Track ab, die Britin Bat For Lashes dürfte Lordes ältere Schwester im Geiste (und Style) sein.

Kranken Soundtracks oft darunter, dass sie ohne Kenntnis des Films quasi nutzlos sind, ist "Mockingjay" eine rühmliche Ausnahme: Fett produzierte Bombasthymnen wie Tove Lo´s "Scream My Name" verweisen natürlich auf ihre Bestimmung als Untermalung ebensolcher Bilder, aber glitzernde Disco- und Funktracks und düsterer Rap sorgen für eine spannende Mixtur, die auch außerhalb des Kinos fasziniert und funktioniert.

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