Ask The Dust

Ask The Dust

Lorn

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Lorns Album „Nothing Else“ markierte den Anfang der Zusammenarbeit zwischen Brainfeeder und Ninaj Tune. Für sein zweites Album „Ask The Dust“ ist Marcos Ortega komplett zu den Briten gewechselt, die verstörende Musikalität seiner bleischweren Beats ist aber geblieben.

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„Ask The Dust“ ist wie Lorns Debüt von apokalyptischen Heavyweight-Instrumentals dominiert. Einzig neue Klangfarbe ist Marcos Ortegas Stimme, die er sparsam und sehr effektvoll einsetzt, um seinem dystopischen Boom-Bap ein kleines bisschen Hoffnung zu geben.

Die meiste Zeit sägt Ortega mit seinen Basslines aber auf dem Ast, auf dem wir sitzen, und lässt uns kopfüber über dem Abgrund hängen. Lorn konfrontiert einen mit seinen schwerfälligen inneren „Ghossts(s)“, versucht sie mit dicken Beats und hohl klöppelnder Percussion einzufangen. Die Biester entwischen aber immer wieder – in Form eindringlicher Spoken Word-Vocals und kleinen Melodiebögen, mit denen einen Lorns Scherenschnittästhetik berührt. „Ask The Dust“ ist ein düsteres Abenteuer im Randgebiet zwischen Electronica und Hip-Hop, das der Reise ins All den introspektiven Trip ins Innere entgegensetzt. Definitiv nichts für Selbstmordkandidaten!

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