EMOH

EMOH

Lou Barlow

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Jenseits von Sebadoh und Sentridoh veröffentlicht Lou Barlow als Lou Barlow sein erstes Soloalbum. Sparsam in den Mitteln und nicht mit knorriger Schönheit geizend bringt "EMOH" intime Reduktion und kleine Epik unter einen Hut.

Herausragender Songwriter ist Lou Barlow, war Lou Barlow schon immer. Seine Lieder sind klug ausformulierte, verzweifelte Schönheiten, denen raue Aufnahme und Mangel an affektiertem Hochglanz stets etwas Skizzenhaftes und Uneindeutiges verleihen. Besser: verliehen. Denn mit "EMOH" veröffentlicht dieser die Krone stets charmant ignorierende König des LoFi-Indie ein erstaunlich sauber produziertes Stück introvertierter Popmusik. Von Klebrig- oder Aufdringlichkeit natürlich dennoch keine Spur. Kern der meisten Stücke sind Mehrspur- und MD-Aufnahmen von Barlows Stimme und Akustikgitarre. Um diese herum arrangierten er und diverse Freunde dann Rhythmen, Streicher, weitere Stimmen. So holpern nun Elektrobeats, mäandern sachte Cellotöne durch bescheidene Hymnen. Verzerrer müssen draußen bleiben, epische Intimität regiert. "EMOH" ist nicht nur vielleicht das beste Album des Lou Barlow nach Sebadoh. (sc)

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