Lou Doillon - Soliloquy (Albumcover)

Soliloquy

Lou Doillon

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Psychedelischer Sixties-Pop und staubtrockene Melodien: Lou Doillons Musik bezaubert mit sprödem Charme und schlauen Selbstgesprächen.

Manchmal ist Talent ziemlich verschwenderisch in einer Familie ausgestreut: So ist Lou Doillons Mutter Jane Birkin und ihre Halbschwester Charlotte Gainsbourg. Beide an Ultracoolness in Sachen Musik und Schauspielerei kaum zu überbieten.

Und auch Doillon spielte bereits in einer Reihe von Filmen mit und veröffentlicht nun unter dem schönen Titel "Soliloquy" (zu Deutsch: "Selbstgespräch") ihr bereits drittes Album. Mit dunkler, manchmal heiserer Stimme monologisiert Doillon quasi über die zumeist kühlen Songgerüste, die ein wenig an eine abgespeckte Version von School Of Seven Bells erinnern oder auch an eine unverhipsterte Variante von The XX.

Video: It’s You Feat. Cat Power

Die Songs auf "Soliloquy" fließen geradezu harmonisch ineinander ohne sich in Struktur oder Stimmung allzu sehr zu ähneln: "Too Much" entwickelt mit seinem pulsierenden Beat und leichten Indie-Folk-Flair Ohrwurmcharakter, das Duett "It’s You" mit Indie-Ikone Cat Power ist hingegen eine einschmeichelnde melancholische Ballade, in der beide Stimmen sich geradezu zu umflattern scheinen.

Highlight des Albums ist jedoch das elektropoppige "All These Nights", mit einer wunderschönen sich drehenden Hookline, das ein bisschen an die Musik von Halbschwester Charlotte Gainsbourg erinnert.

Video: Too much

Mit "Soliloquy" hat sich Doillon jedoch endgültig vom übermächtigen Schatten ihrer Künstlerfamilie freigespielt: Flirrend und flatternd, entspannt und elegant geben sich die luftig wirkenden Songs, die jedoch alle eine starke Substanz haben.

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