Lucy Dacus - 2019 (Albumcover)

Lucy Dacus - 2019

Redaktionswertung: 
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Indie-Darling Lucy Dacus covert sich durchs Jahr und beschert uns so alternative Feiertagssongs mit echter Hingabe und erfrischendem Zugang.

Immer wieder veröffentlichte Lucy Dacus 2019 zu ihren Lieblingsfeiertagen spezielle Versionen von Lieblingsliedern, aber auch neue eigene Songs. So sang sie zum Muttertag das zärtliche Schlafliedähnliche "My Mother And I": Die adoptierte Sängerin reflektiert darin, wie sehr eine Mutter ein Kind prägt.

Ganz anders ihr Beitrag zum Geburtstag einer US-Ikone, Bruce Springsteen, der sich diesen mit Dacus’ Vater teilt. Die Musikerin wuchs mit der Musik von The Boss auf, aber wie jede Teenagerin verweigerte sie den Sound, den ihr Dad so liebte. Nun ehrt sie beide mit dem wohl besten Springsteen-Cover aller Zeiten.

Video: Lucy Dacus - "Dancing in the Dark" (Bruce Springsteen cover)

Zum amerikanischen Unabhängigkeitstag veröffentlichte sie einen schwebenden Americana-Track "Forever Half Mast", der die Komplexität ein US-Bürger zu sein, förmlich in sich trägt. Dass ihr zu Halloween ausgerechnet Phil Collins "In The Air Tonight" einfiel, zeigt wie klischeelos diese EP mit Feiertagssongs ist. Die schaurige Atmosphäre mit dem ikonischen Drum orchestrieren den All Hallows’ Eve nämlich auf subtile geisterhaft schöne Weise.

Video: Lucy Dacus - "In The Air Tonight" (Phil Collins cover)

Und dann sind da noch diese Feiertage, die inzwischen eher für Kitsch, denn für Liebe stehen. Dacus schafft es aber auch hier, dem Valentinstag mit einer leidenschaftlichen und pathosbefreiten Version von "La Vie En Rose" neue Romantik einzuhauchen und das totgespielte "Last Christmas" von Wham! findet tatsächlich ebenfalls neues Leben in einer indierockigen Variante.

In diesem Sinn, Frohes Neues und hoffentlich auf eine neue Feiertagsreihe 2020!

Video: Lucy Dacus - "Last Christmas" (Wham! cover)

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