Lucy Dacus - No Burden

No Burden

Lucy Dacus

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Seit Februar ist das Debüt von Lucy Dacus bereits draußen. Jetzt schwappt sie endlich auch zu uns rüber. Wer mit Courtney Barnett eine ganze Menge anfangen kann, wird viel Spaß mit "No Burden" haben.

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Lucy Dacus lebt momentan den Traum eines jeden Newcomers: Auf die Premiere ihres allerersten Songs im November 2015 folgt ein riesiges mediales Echo. Auf sämtlichen US-amerikanischen Artist-to-watch-Listen taucht die 21-Jährige aus Richmond/Virginia auf einmal auf. Lucy Dacus ist heiß begehrt, vor allem bei sämtlichen Labels der Branche. Das Rennen macht Matador Records, auch die Heimat von Namen wie Cat Power, Perfume Genius oder den vor kurzem auch von uns entdeckten und für fantastisch befundenen Will Toldedo aka Car Seat Headrest.

Die Vinylpressungen von "No Burden" gingen weg wie nichts. Im Februar dieses Jahres wurde ihr Debüt in den USA veröffentlicht. Erst jetzt - pünktlich zum Release in Europa - hält sie wieder neue Platten ihres eigenen fantastischen Debüts in den Händen.

Der Fakt, dass ihr Debüt "No Burden" eigentlich nur die Alternative zum gescheiterten Werdegang als Regisseurin ist, lässt erahnen, was für ein kreatives Potenzial in der 21-Jährigen steckt. Sie liebt Filme, sie schaut in jeder Stadt - sofern es der Terminplan zulässt - nach einem coolen Buchladen und ganz nebenbei haut sie mal eine Platte raus, die in den Weiten Indie-Rock-Szene zurecht beste Kritiken einheimst.

Auf "No Burden" trifft 90er-Jahre Slacker-Rock auf ein bisschen Country, einer Prise Singer-Songwriter und ziemlich intelligente Texte. Die handeln vom Alltäglichen: vom sich selbst im eigenen Körper nicht wohlfühlen oder vom Fehler sich zu viele Gedanken darüber zu machen, was andere von einem denken.

"I don't wanna be funny anymore. I got a too short skirt maybe I can be the cute one. / Is there room in the band? I don't need to be the frontman. If not then I'll be the biggest fan."

Das ist alles ziemlich unterhaltsam, charmant, selbstironisch und stellenweise hält Dacus auf sarkastische Weise Teilen der Bevölkerung den Spiegel vor. Hier wandelt jemand mit offenen Augen und Ohren durch die Welt und verpackt das, was sie sieht und hört in starke Songs. In denen variiert sie Tempo und Intensität nach belieben. An Stellen, an denen man erwartet, dass sie musikalisch zulegt, fährt sie zurück, an anderen wiederum zieht sie an.

"Honesty is like a kiss on the lips: Come closer an I'll tell you exactly how it is".

Das überrascht auf angenehme Weise, ist trotzdem aber so eingängig, dass Songs wie "Strange Torpedo" oder "Direct Adress" locker den Weg ins Radio finden könnten. Eine frische, sympathische Platte, an der es auch nach dritten oder vierten Hören noch eine ganze Menge zu entdecken gibt und die uns gespannt die weitere Karriere dieser hochtalentierten Musikerin verfolgen lässt.

"No Burden" von Lucy Dacus erscheint am 02.09.2016 über Matador Records.

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