Of Course

Make Believe - Of Course

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Chicagos Musikszene ist groß und bunt. Avantgardistisch Postrockendes, elektronisch Knisterndes, intellektuell Untermaltes – alles spielt sich dort ab. Genauso wie auch dieses schön Durchgeknallte hier.

Tim und Nate, die zwei Kinsella-Cousins aus Chicago, haben schon viel und viele bewegt: Sie haben den schrägen Wegweiser für ungestümen Postrock namens Cap ’n Jazz aufgestellt und deren Reinkarnation einige Jahre später unter dem Namen Owls weitergeführt. Dann waren da noch die jeweils grundverschiedenen, kunstvollen Alben von Joan Of Arc, bei denen Davey van Bohlen von den poppiger ausgerichteten The Promise Ring mit von der Partie war. Allen Projekten war und ist eines gemein: sie klingen immer anders. Nun sind sie wieder am Start, die Kinsella-Freaks, und spielen wieder alles schwindelig. Make Believe machen das, was kommt. Sie machen das, was Drogen hinterlassen, wenn man sie just verscheucht zu haben glaubt. „Of Course“ ist die zweite Fulllength-Veröffentlichung unter diesem Namen und erschien bereits Ende letzten Jahres. Chartplatzierungen werden sie damit definitiv wieder nicht erreichen, gewöhnt sich das zarte, Kinsella-unbefleckte Ohr doch nur schwer an die Schräglage von Freak Tim. Aber exakt das liebt der Kenner an ihm: er singt frei nach Schnauze, überschlägt sich dabei mehrmals und sägt in schmerzhaften Zwischenlagen - aber immer mit ganzem Herzen und voller Inbrunst. (bb)

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