Stereo Also Playable Mono

Stereo Also Playable Mono

Makrosoft

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

„Zwischen Genie und Wahnsinn“ heißt es so schön. In Falle von Makrosoft: eindeutig Wahnsinn. Denn Mut darf nicht mit Genie verwechselt werden – oder vielleicht doch?

Eher nicht. Zumal das Konzept natürlich nicht neu ist, die Tracklist versammelt von Gloria Gaynor über Nirvana bis Kraftwerk so ziemlich alles, was in der Pophistorie auf Heavy Rotation lief. Hier allerdings als Coverversionen, zwischen Easy Listening und Retro-Synthesizer. Sich zu trauen, diese Idee zum x-ten Male wiederzubeleben, dafür gebührt Makrosoft Respekt. Aber die Kollegen von Nouvelle Vague versprühen da mehr Charme. Dennoch funktioniert „Stereo Also Playable Mono“ durchaus – wenn auch nur kurzweilig. Zumindest kann man sich der Neuinterpretation von Iggy Pops „The Passenger“ nicht vollends entziehen, denn Makrosoft verstehen ihr Handwerk. Sie haben sich aber irgendwie die falsche Baustelle ausgesucht – diese haben vor ihnen schon zu viele andere bebaut. So verhält es sich mit ihren Songs letztendlich wie mit einem mäßigen One-Night-Stand: ein paar schöne Stunden, aber danach will man einfach nichts mehr davon wissen. (js)

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