Ode To Ochrasy

Ode To Ochrasy

Mando Diao

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Tiefstapler waren sie nie, diese Schweden. Mando Diao sind (gelinde gesagt) eher von der Sorte der selbstsicheren Senkrechtstarter. Nicht ganz zu Unrecht, denn auch ihr drittes Werk rockt kräftig, selbstbewusst und pointiert.

Kaum zu glauben, aber ihre Geschichte begann erst vor Kurzem: 2004 war es, als Skandinavien plötzlich Kopf stand, weil diese Band um die beiden Frontmänner Gustaf Norén und Björn Dixgård die umliegende Gegend mit ihrem Retrorock beglückte. Mittlerweile kennt die gesamte Welt diese fünf schicken Jungs aus Borlänge.

Kein Wunder, haben sie doch innerhalb von drei Jahren drei Alben vorgelegt und sind von den prallgefüllten Clubs direkt in die großen Rock ’n’ Roll-Hallen des Fames eingezogen. Ein beachtlicher Senkrechtstart, der mit ihrem zweiten Album „Hurricane Bar“ schon heftigst eingeschlagen hatte. Mit „Ode To Ochrasy“ haben sie im letzten Jahr schon das dritte Mal ihr Big Mouth aufgerissen und bewiesen, dass sie keine Eintagsfliege sind.

Ihr drittes Album klingt zwar hin und wieder etwas erwachsener als deren Vorgängeralben, trägt aber immer noch den geliebten Rotz und Rock der 60s-Garage in sich - und natürlich lassen auch die Beatles, Stones und Kinks wieder grüßen. Aber das ist gut so, genauso wie die Tatsache, dass es nicht wirklich mehr als drei Minuten bedarf, um den Rock ’N’ Roll-Nagel auf den Kopf zu treffen: Hier ist mit „Long Before Rock ’N’ Roll“ der Beweis zu hören. (bb)

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