Send Away The Tigers

Send Away The Tigers

Manic Street Preachers

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Es stand etwas auf der Kippe, ob es jemals wieder ein neues Album der Manics geben wird - genauer gesagt, war es fast unwahrscheinlich. Aber Abstand, wirkt ja bekanntlich manchmal Wunder. Hier ein Vorgeschmack auf das, was sich da freigemacht hat.

Man hörte auf ihrem letzten Album "Lifeblood" förmlich, wie sie sich musikalisch die Köpfe zerbrachen und manchmal auch aneinander gerieten. Im Zuge der eingeschlagenen Solowege der Hauptsongwriter James Dean Bradfield und Nicky Wire entwickelte man wieder Kraft und Leidenschaft. „Send away the tigers“ heißt die wiedergefundene Energie der Manics, die alles erlaubt, Hauptsache es geht nach vorne los! Das neue Album ist straight, rockend, rollend, ja nahezu kopflos und ungestüm. Kurz, knackig und geradeaus geht es mit zehn Songs in einer Gesamtspieldauer von 38 Minuten und ein paar Zerquetschten. Sind das dann auch gleich zehn Singles? Nein, nicht ganz, denn das hintere Drittel flacht etwas ab, nach einem doch sehr mit- reißenden Einstieg. Die Highlights sind „Indian Summer“ und „Your Love Alone Is Not Enough“ mit Nina Persson, der Sängerin der Cardigans, im Gesangsduell. Anfang Mai erst wird das neue Album veröffentlicht, vorab gibt es nun schon den Albumtrack „Underdogs”, der das Gefühl dieser wiederbelebten Manics musikalisch wie textlich auf den Punkt bringt: „This one’s for the freaks / People like you, need to fuck / To fuck people like me“. Willkommen zurück. (bb)

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