Fünf

Fünf

Marcel Dettmann

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Kathedrale des Techno – Ob den Machern des Berliner Berghain diese Zuschreibung gefällt oder nicht, das Konzept hinter dieser Compilation trägt dazu bei, dass man den Club auch noch in fünf Jahren so bezeichnen wird.

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Lieber selbst am eigenen Mythos basteln und die Regeln bestimmen, nach denen das geschieht, als die Kontrolle zu verlieren – diese Überlegung scheint hinter der Compilation zum fünften Geburtstag des Berghain-Labels Ostgut Ton zu stecken. Zwei Monate war Emika, deren Debüt auf Ninja Tune schon sehnsüchtig erwartet wird, immer dann im Berghain unterwegs, wenn es fast menschenleer war. Zwei Gigabyte an Soundfiles hat sie bei ihren Streifzügen durch die verlassene Industriearchitektur des Clubs gesammelt. Kühlräume aufgenommen, Gesprächsfetzen mitgeschnitten, Schritte und Geräusche gesamplet.

Das komplette Material wurde jedem der zwanzig Künstler, darunter Prosumer, Shed, Ben Klock oder Luke Slater zur Verfügung gestellt, die daraus ihre je eigenen Interpretationen des Berghain bastelten. Es sind große und mächtige Tracks dabei entstanden, deren Klang nach großen Räumen verlangt. Auf einzigartige Weise transportieren sie, dass das Berghain mehr als ein Club ist. Kaum ein anderer Clubs hat bis dato einen so spezifischen Sound entwickelt, wie es die 20 Künstler auf „Fünf“ schaffen.

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