Heresy And The Hotel Choir

Maritime - Heresy And The Hotel Choir

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Album Nummer 3 und alles ist wie immer. Mit dem feinen Unterscheid, dass aus dem Dreier- ein Vierergespann geworden ist und Maritime noch viel klarer, eindeutiger und mitreißender klingen. Exakt so will und liebt man sie.

Eigentlich war das Ganze von Anfang an ja schon abzusehen. 2003 aus Mitgliedern der Bands The Promise Ring und The Dismemberment Plan neu zusammengesetzt, war die Grundform für den guten Ton schon geschmiedet. Dieser Ton sollte straight und deutlich auf seinen Punkt kommen, sollte Indie und Pop im Rock unterstreichen. Das hat er auch gleich auf dem Debüt „Glass Floor“ geschafft. Zwei Jahre später, sprich letztes Jahr, knüpfte man mit „We, The Vehicles“ weiter an diesem Punkt des Indierock-Purismus an.

Danach gab es dann eine kleine Besetzungkarusselfahrt und plötzlich wurde aus dem Maritime-Trio ein Quartett. Wer nun eine grundlegende Neuorientierung oder Umwälzung im Hause Maritime erwartet, der irrt. Denn „Heresy And The Hotel Choir“ versteckt sich nicht hinter Reformen oder Umkrempeleien. Ganz im Gegenteil, Maritime nähern sich trotz personeller Erweiterung der eigenen Reduktion auf ihr Wesentliches. „For Science Fiction“, der erste dreiminütige Vorgeschmack darauf, möchte sofort mitgesungen werden, reißt ungefragt die Arme in die Luft und die Füße auf die Tanzfläche. Das ist reinster, poppig-blumiger Indierock. Das ist ein mit ganz viel Fingerspitzengefühl geformter, strahlender Purismus, der herrlich unaufgesetzt klingt - und genauso will man Maritime von Anfang an und auf Ewigkeiten hören.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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