De-Loused In The Comatorium

De-Loused In The Comatorium

The Mars Volta

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Nun ist es also da, das Album der anderen Band nach At The Drive-In. Nachdem die "Tremulant EP" eher wenig Beachtung fand, wurde der Band im Vorfeld des Releases fast täglich mehr Aufmerksamkeit zuteil.

Rick Rubin als Produzent, mit den Red Hot Chili Peppers auf Tour, Frusciante und Flea als Gastmusiker - wer von The Mars Volta noch nichts gehört hatte, wurde immer hellhöriger, wer den Weg von Omar und Cedric nach dem ATDI-Split verfolgt hatte, immer hibbeliger. Und jetzt, da das Album via Internet und traditionell-legalen Vertriebswegen immer mehr Zuhörer fand, ist das Gemurmel fast noch größer. Eindrucksvoll wird hier unter gezeigt, was passiert, wenn man dem Konzept ATDI die Eingängigkeit der anderen Nachfolgeband Sparta nimmt. Man verliert sich in entrückten Instrumentalpassagen, dazu passenden skizzenhaften, surrealen Texten - und stößt nach langem Suchen doch immer wieder auf den Faden, dessen Ende hoffentlich noch am Ausgang des Labyrinths liegt. Dass da nicht jeder mitgeht: geschenkt. Dass mit den fluffigeren Sparta auch keiner so recht mitgehen mag, man folgerichtig nach der At The Drive-In-Reunion ruft: geschenkt. It`s not gonna happen. Ob "De-Loused In The Comatorium" - ein verstörendes Konzeptalbum, das sich um den Selbstmord eines Freundes der Band dreht - nun das beste und größte Album seit Jahren oder ein blöder Haufen affektiersten ProgRock-Geschraddels ist, soll meinetwegen jeder für sich entscheiden. Ich persönlich bin geneigt, mir ersteres auf die Fahnen zu schreiben. (sc)

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