Lila Wolken EP

Lila Wolken EP

Marteria

Redaktionswertung: 
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Marteria hat einen Lauf. Egal ob als „Green Berliner“ Marsimoto, als Co-Autor für Die Toten Hosen oder mit Lila Wolken - was der Rapper anfasst, wird ein Erfolg. Gemeinsam mit Yasha und Miss Platnum erweitert er auf der „Lila Wolken“-EP seinen Sound um Dancehall-Anleihen und setzt auf noch mehr Pop-Appeal als in seinen Solotracks.

Dabei haben Marteria, Yasha und Miss Platnum vor allem eins: genau aufgepasst, was die Konkurrenz so macht. Nicht nur einmal fühlt man sich bei „Lila Wolken“ an Peter Fox Soloalbum erinnert. „Kreuzberg am Meer“ wäre dann das lila Pendant zu „Schwarz zu blau“ - eine unpeinliche Ode an den eigenen Kiez, in der wirklich jeder zur Sprache kommt, selbst Feindbilder wie Thilo Sarazzin.

Man merkt „Lila Wolken“ die Spontanität an, mit der alle Beteiligten zu Werke gegangen sind, und die Dringlichkeit, mit der diese fünf Songs veröffentlicht wurden – auch ohne ein Album in der Hinterhand zu haben. Angesichts des großen Erfolges ist ein Album wohl nur eine Frage der Zeit - hoffen wir, dass sich Marteria, Yasha und Miss Platnum dabei ihren Sinn für Selbstironie bewahren und weiter ohne großes Nachdenken Clubtracks produzieren.

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