Massiv Cover

M10 II

Massiv

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Ein neues Jahr, ein neues Album. Das ist die Formel, nach der Massiv seit über einer Dekade im Rapgeschäft arbeitet. Auch sein neues Album klingt dementsprechend.

Kein Spaß, Massivs Diskographie zählt inzwischen 14 (!) Soloalben. Trotzdem assoziiert man mit dem Berliner Rapper noch immer hauptsächlich seinen zehn Jahre alten Hit "Wenn der Mond in mein Ghetto kracht". Das offenbart das Kernproblem seines Schaffens, denn musikalisch hat Massiv schon lange keinen Quantensprung mehr gemacht.

Video: Massiv feat. Capital Bra - "Hubba Bubba"

Und so ist auch "M10 II" nur ein weiterer Aufguss in Massivs Diskographie, die schon so viele sinnlose Albumfortsetzungen (Blut gegen Blut I-III, Ein Mann Ein Wort I+II)  hervorgebracht hat. Dabei ist die Essenz nach wie vor recht uninspirierter Straßenrap, der sich von Zeit zu Zeit an aktuellen Soundtrends und Features mit Stars der Stunde bedient. Aber ein bisschen Autotune macht eben noch keinen guten Song aus.

Warum sich trotzdem ein Hördurchgang lohnt? Weil "M10 II" unfassbar viele Zeilen beinhaltet, die Reaktionen von Stirnrunzeln bis lautem Loslachen provozieren. Wie ernst die einzelnen Pointen gemeint sind, ist dabei gar nicht so klar. Eine kleine Auswahl:

"Augenringe wie ein Killerwal/

Die Street hält mich wach, ich schieß mit Tinte wie ein Pelikan"

- Massiv auf "Kobe Bryant"

"Ich klatsch Rassisten in Dönerbuden mit Özil-Trikot"

- Massiv auf "Flügeltüren"

Ich galoppier' durch Tschernobyl mit meinem Dragon-Pferd /

Ich switche einfach lässig zwischen zwei Karrieren hin und her 

- Massiv auf "Hubba Bubba"

Ein gutes Album besticht am Ende aber durch andere Qualitäten.

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