Unfamiliar Faces

Unfamiliar Faces

Matt Costa

Redaktionswertung: 
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Wie man aus dem Nichts zu einem der viel versprechendsten Pop-Newcomer des Jahres wird? Stehaufmännchen Matt Costa weiß es, denn er hat dem Schicksal ein Schnippchen geschlagen.

Irgendwie ist Matt Costa die männliche Kate Nash. Beide kamen auf Umwegen zur Musik. Nash wurde auf der Schauspielschule abgelehnt und brach sich noch am selben Tag das Bein. Bei Costa war es genau andersherum – das Bein musste dran glauben, daraufhin platzte der Traum vom Profi-Skaten. Das Leben ist eine böse Schlampe, müssen Beide angesichts derartigen Peches gedacht haben. Also verkrochen sie sich frustriert in ihre Schneckenhäuser und entdeckten die Musik.

Und so entstand eine weitere Parallele: Wie seine britische Kollegin ersinnt auch Kalifornier Costa sagenhaft schöne Lyrics zu unbeschwerten Melodien. Der Song „Mr. Pitiful“ vom zweiten Album "Unfamiliar Faces" beispielsweise, klingt ein wenig Bob Dylan/Cat Stevens-mäßig nach Landstreicher, also auf jeden Fall sehr lässig. Und vielleicht geht es darin ja nicht einfach nur um irgendeinen bedauernswerten Typen, sondern auch ein bisschen um ihn selbst und seine Geschichte: Einen Halbstarken an der Schwelle zum Erwachsenwerden, dessen Traum gerade geplatzt ist.

Doch da fast jedes Ende einen Neubeginn verspricht, hatte das Schicksal auch für Costa noch einen Trumpf im Ärmel: Tom Dumont, der Gitarrist von No Doubt, bekam sein Demotape in die Finger. Der Rest ist Popgeschichte.

Julia Wilczok / Tonspion.de

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