Asa Breed

Matthew Dear - Asa Breed

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Matthew Dear hat viele Gesichter. Letzten Sommer knallte er den Ravern von Ibiza bis Berlin eine zwölfminütige Peitsche namens "Mouth To Mouth" um die Ohren. Auf "Asa Breed", seinem aktuellen Matthew Dear Album, gibt er sich deutlich zahmer.

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Ghostly, Matthew Dears Label, hat diesem Album das Etikett "Avant-Pop" angeheftet. Eine etwas vermessene Einschätzung, aber so recht in eine Schublade mag sich Dear nicht stecken lassen. Also macht man schnell eine neue auf! Egal unter welchem Pseudonym Dear veröffentlicht, ob als Audion, False, Jabberjaw oder eben Matthew Dear, wie ein roter Faden zieht sich das Abgründige durch seine Tracks. Enttäuschte, unerfüllte Liebe, die Leere nach einem durchfeierten Wochenende im Rausch, das ist der Antriebsstoff für Dears Songs. Dabei wirkt Dears Stimme stets etwas abwesend, als ob er gerade ganz woanders wäre und mit diesem Song nichts zu tun hätte. Er gibt sich verletzlich, wirkt geschwächt aber nicht schwach. Zwischen minimaler Elektronika und folkigen Housebeats breitet Dear seine Befindlichkeiten aus. "Pom Pom" tänzelt leichtfüßig auf einem luftigen Beat. Dear klingt ausnahmsweise nach Aufbruch, fast fröhlich, gewillt endlich die Rätsel der Liebe zu lösen. Nur, es will nicht gelingen. So stürzt sich Dear schon bald ins nächste Abenteuer im flackernde Licht des Clubs... Ende 2007 soll es ein hart rockendes Album unter dem Alias False auf Minus Records geben. (fs)

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