Loveheart

Loveheart

Merz

Redaktionswertung: 
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"Merz sounds like nobody else in the world", meint Chris Martin von Coldplay. Und da hat er absolut Recht. Mit "Loveheart" hat Merz aka Conrad Lambert ein bezauberndes zweites Album vorgelegt.

Man kann von Chris Martin halten was man will. Aber von Songwriting versteht er etwas. Gleiches gilt für Conrad Lambert. Im Jahr 1999 brachte er sein Debütalbum unter dem Künstlername Merz bei der Sony heraus. Das wurde von der Kritik gefeiert und schaffte es bis in die Top of the Pops. Doch nach Streitigkeiten mit der Plattenfirma und den daraus resultierenden finanziellen Tiefschlägen, ließ er über sechs Jahre nichts von sich hören, feilte aber im stillen Kämmerlein an den Songs für sein zweites Album. Nun veröffentlicht er "Loveheart", das einige melancholische Songperlen enhält, bei denen sich eine unglaubliche Vielzahl akustischer Instrumente und fein eingewobene elektronische Anteile die Waage halten. Das wäre an sich noch nichts wirklich Besonderes, wäre da nicht die leicht heisere, markante Stimme des Sängers Lambert. Denn die verleiht dem Album seine Intensität und sorgt dafür, dass es aus der Masse von Singer/Songwriter-Werken der letzten Zeit heraussticht. Auch wenn man ab jetzt nicht nur noch Merz hören braucht, wie Chris Martin anregt, man sollte sich sein Album auf jeden Fall einmal komplett und ganz in Ruhe im abgedunkelten Raum anhören. Der Mann hat es verdient. (ur)

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