Michael Schenker Fest - Resurrection Artwork

Michael Schenker Fest - Resurrection (2018)

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Einmal öfter aufstehen als hinfallen: Diesem Motto musste Michael Schenker in seiner lebhaften Karriere schon mehrmals folgen. Aber die Zeit heilt viele Wunden, weshalb die deutsche Gitarrenlegende ein überraschend fideles neues Werk vorlegt, auf dem er von gleich mehreren seiner alten Weggefährten begleitet wird.

Insbesondere gehören mit Robin McAuley, Gary Barden und Graham Bonnet drei Sänger zum Aufgebot, die die "klassische" Ära der Michael Schenker Group vor allem während der Achtziger geprägt haben. Es überrascht folglich kein bisschen, dass sich "Resurrection" stilistisch grundsätzlich an bewährten, im besten Sinne des Wortes althergebrachten Hard-und-Heavy-Klängen orientiert.

Nun gilt Schenker als genialer Gitarrist, der Technik und Emotion wie kaum ein anderer miteinander in Einklang bringen kann. Zu seinem frühen Schaffen mit UFO und den Scorpions, der Band seines Bruders Rudolf, gehören zum Beispiel Hard Rock-Klassiker wie "Doctor Doctor“. Diese spielerische Qualität zeichnet auch "Resurrection" aus und kaschiert den einen oder anderen kompositorischen Durchhänger geschickt.

Zur Gästeliste der Platte gehört sogar Metallica-Gitarrist Kirk Hammett, ein bekennender Schenker-Jünger, der der sich beim Opener "Heart And Soul" den lang gehegten Traum eines kleinen Duells mit seinem Idol liefern darf. Ein reizvoller, gelungener Brückenschlag zwischen den Generationen.

Die zwölf Songs zeigen überwiegend, wie traditioneller Hard Rock heute klingen kann. Riffs und Gesangslinien ergänzen sich fulminant, was angesichts der gesammelten Erfahrung der Beteiligten nicht verwundert. Die Hammond-Orgel sorgt immer wieder für ansprechende Tupfer, und die Rhythmusfraktion darf gelegentlich sogar die Double-Bass-Drum anwerfen. "Resurrection" sollte man unter dem Strich nicht Beschäftigungstherapie für ältere Rock-Herrschaften missverstehen, sondern einordnen als ein Comeback, das vertraut klingt, ohne muffig zu riechen.

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