The Circus

The Circus

Mick Jenkins

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Zu gut für den Mainstream? Mick Jenkins bietet mit "The Circus" alles, was Jung und Alt begeistert. Vermutlich wird sich trotzdem wieder niemand für den Rapper interessieren.

Seit 2012 veröffentlicht Mick Jenkins fleißig Mixtapes, EPs, Singles und Alben. Der Durchbruch gelang ihm trotz Kollaborationen mit Chance The Rapper, Joey Badass und Vic Mensa nie. Bei Jenkins ist Stumpf auch 2020 nicht Trumpf. Seine EP "The Circus" eröffnet das Hip-Hop-Jahr mit sieben Stücken, die unterhalten und herausfordern zugleich.

"Big Daddy Kane, ain't no half steppin' with this black Madonna", rappt Jenkins auf "I'm Convinced". Seine Texte fallen durch Wortspiele und Referenzen auf, die mindestens einen Hip-Hop-Kurs für Fortgeschrittene voraussetzen. Ein Reinfuchsen lohnt sich, denn was der 28-Jährige zu sagen hat, klingt in Zeiten des Turn Ups fast schon ungewöhnlich: "Lately I been sober, chasing new highs."

Der Rapper verbindet alte und neue Soundentwürfe, biedert sich damit jedoch bei keiner Generation an. In Jenkins Welt finden neumodische Drops wie im Refrain von "The Fit" ebenso Raum wie verstimmte Gitarren im Opener "Same Ol". Überhaupt scheint ihm das Saiteninstrument zu gefallen. Immer wieder taucht es auf – meistens dezent im Hintergrund. Denn musikalisch baut die Platte durchgehend auf Laidback-Beats.

Im Mittelpunkt steht aber ohne Zweifel Mick Jenkins. Er spielt mit Stimme und Flows, arbeitet sich an bedeutungsvollen Themen ab und wechselt für Refrains und Bridges auch mal zum Gesang. Mit knapp 20 Minuten fällt "The Circus" zwar kurz aus, ein hoher Wiederspielwert ist allerdings gegeben: "I do everything on accident, don't ask me how / Gordon Ramsey instructed cooking, didn't need no instruction booklet."

Video: Mick Jenkins – Carefree

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