SYS 49152

SYS 49152

Mikron 64

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

C64 Musik hat irgendwie auch etwas lächerliches. Erst ist es lustig, sehr bald aber nervt es. Ausnahmen gibt es überall, so auch hier: Popmusik aus der Konserve so lebendig, dass es fast schon wieder bedenklich ist.

Mikron 64 ist für uns eine Entdeckung, die dem einen oder anderen sicherlich schon einmal in den Ohren hängen geblieben ist, denn das Ein-Mann-Projekt Mikron 64 gibt es bereits seit nunmehr fünf Jahren. Wenn man diese Musik hört, könnte man annehmen, dass wirklich so etwas wie eine Computerseele existiert, mit allem was dazu gehört: Melancholie, Naivität, Übermut, Freude usw. In dieser zarten, vibrierenden Stimme, die irgendwie auch an die des Tocotronic-Sängers Dirk von Lowtzow erinnert, steckt soviel Sympathie und Kälte zugleich drin, dass man anfangs gar nicht recht weiß, was man von Mikron 64 halten soll. Sobald man sich aber darauf einlässt, kann man sich den kantigen C64-Melodien sowie den Liebes- und Alltagsgeschichten kaum mehr entziehen. Kleine Popsongs, wie sie auch beim nächsten Pfadfinderlagerfeuer begeistern könnten. Dies ist denn auch der Anspruch von Mikron 64: er komponiert Musik, die in vielen musikalischen Kontexten interpretiert werden können; also die Vermischung von Remix– und Cover, egal mit welcher Instrumentierung. Auf seiner noch immer aktuellen EP „Etwas Zeit“ sind die ersten Ergebnisse davon zu hören, auf der er zwei Songs der Indieband Helikon für sein Computeruniversum zugänglich machte. „Was ich weiß“ ist älter und von der ersten Mini CD „SYS 49152“(jw)

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