Menos El Oso

Menos El Oso

Minus The Bear

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Es bedarf einiger Hördurchläufe, um Minus The Bear zu durchdringen. Durchhalten wird aber dringstens empfohlen, denn nach dieser kurzen Durststrecke trifft man am Horizont auf energetischen und belebenden Poprock auf allerhöchstem Niveau.

Mit diesen fünf Herren aus Seattle haben sich alte Heroen in Gestalt ehemaliger Mitglieder der Bands Kill Sadie, Sharks Keep Moving und Botch zusammengefunden, die in ihrem Verbund Garanten für Ungewöhnliches und Innovatives sind. Von verfrickelt bis poppig-süß und von fragil bis voll-auf-die-Zwölf ist alles auf „Menos El Oso“ zu entdecken. Diskolastige Beats, die fließend swingen und gepickte Gitarrenläufe, die bezirzend umgarnen, um in ihrer Fusion schlagartig eine Explosion zu zelebrieren. Aufgenommen und produziert hat diese Extreme Keyboarder Matt Bayles, der bereits bei Platten von Isis, Mastodon und The Blood Brothers seine Finger am Pult hatte. Ein Vergleich mit dem vorangegangenen Debütalbum lässt erkennen, dass es bei Minus The Bear mittlerweile noch etwas elektronischer, durchdachter und vielschichtiger zugeht, ohne aber jemals Einbußen im Hinblick auf das Fließende, die Melodie und den Song an sich zuzulassen. Und eben genau das ist das Faszinierende! Ein derartiger Spagat zwischen Innovation und gutem Poprock gelingt nur den Wenigsten. Das hier ist Erwachsenwerden im positiven Sinne. Minus The Bear sind ein wahrer Ohrenschmaus und eine die Gitarrenmusik belebende Oase voll fruchtbarer Ideen. (bb)

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