Calling From The Stars

Calling From The Stars

Miss Kittin

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Electroclash ist Geschichte, eines seiner prominentesten Gesichter meldet sich dagegen mit einer Doppel-CD zurück. Miss Kittins „Calling From The Stars“ bietet für die Französin typische Clubtracks. Daneben versucht sich Miss Kittin an Ambient, in dem sich vor allem ihr Selbstvertrauen als Produzentin manifestiert.

Hat Caroline Hervé gerade wirklich R.E.M.s „Everybody Hurts“ gecovert? Ja, „Hold on!“, denn da kommt mehr: Eine CD voller Ambient, den das Presseinfo mit Warps „Artifical Intelligence Series“ vergleicht. Wobei: Ästhetisch ist Kittins Doppel-Album „Calling From The Stars“ in den Nineties kleben geblieben. Die Synthies auf CD 2 hat sich Miss Hervé vor allem bei Orbital ausgeliehen, deren große Zeit bekanntlich länger zurückliegt. Aber selbst die zupackenden Tracks auf CD 1 kommen nicht im Jahr 2013 an.

Funktioniert „Calling From The Stars“ also als Zeichen der Emanzipation von Miss Kittin, die diesmal alles selbst eingespielt und produziert hat? Etwas mehr Beratung durch die Freunde der bestens vernetzten DJane hätten dennoch gut getan. 22 Tracks sind zu viel, Miss Kittins Nicht-Gesang zu oft eingesetzt, um zu überzeugen. Andererseits sind Alben im Kontext, in dem sich Miss Kittin seit Jahren bewegt, in erster Linie Promotion-Tool für neue DJ-Gigs. Musikalisch greift Miss Kittin mit „Calling From The Stars“, das am 19.04.2013 erscheint, allerdings nicht nach den Sternen.

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